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natura vitalis GmbH – Auf der Suche nach dem „Cannabis Berater“
von xposter

Das Unternehmen natura vitalis GmbH aus Essen sucht laut Werbung „Cannabis Berater“. Hier geht es um einen vermeintlichen Milliardenmarkt, der mit Hilfe eines MLM-System erschlossen werden soll. Falls Sie angesichts der Werbung Interesse haben, sollten Sie aber bedenken, dass Sie hart arbeiten müssen in solch einem System, um überhaupt auf einen grünen Zweig zu kommen, so ein MLM-Insider in einem Gespräch mit unserer Redaktion.

Wenn man so liest, was das Unternehmen in einem Artikel veröffentlicht hat, dann handelt es sich bei dem medizinischem Cannabis um ein Wundermittel: „Cannabis wurde bereits erfolgreich bei chronischen Schmerzen, Muskelverspannungen, Migräne, Depressionen, Ängsten, Krämpfen, Schuppenflechte, ADHS, Schlafproblemen, Hautirritationen, Herzproblemen, Rheuma und Entzündungen angewendet. Es soll gegen Übelkeit und zur Darmberuhigung wirken, effektiv gegen Arterienverkalkung und gegen das Wachstum von Krebszellen sein. Die Aufzählung ließe sich noch fortsetzen. Der Grund für die hohe Wirksamkeit ist, dass der Wirkstoff Cannabidiol (also CBD) das Nervensystem unterstützt. Bei gesundheitlichen Herausforderungen senden Rezeptoren Botenstoffe aus, um diese gesundheitlichen Herausforderungen zu korrigieren.“

Die Frage ist natürlich, ob das beworbene Cannabis-Öl dann noch dasselbe Wirkungsspektrum aufweist? Oft hilft ja aber allein der Glaube daran… Das Unternehmen weist übrigens noch auf folgendes hin: „Das CBD-Öl von Natura Vitalis ist derzeit das einzige Produkt auf dem deutschen Markt, das den erlaubten THC-Grenzwert einhält (und somit völlig legal ist). Bei der Einnahme wird keine berauschende Wirkung erzielt.“

Schaut man sich die letzte im Unternehmensregister hinterlegte Bilanz der natura vitalis GmbH aus Essen an, dann hat sich der Erfolg bis heute scheinbar nur in „schmalen Gewinnen“ in der Bilanz niedergeschlagen. Na ja, kann ja besser werden mit der Aussicht auf einen Milliardenmarkt, nicht wahr?

natura vitalis GmbH

Essen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Bilanz

Aktiva

31.12.2016
EUR
31.12.2015
EUR
A. Anlagevermögen 425.713,00 296.064,00
I. Sachanlagen 425.713,00 296.064,00
B. Umlaufvermögen 2.468.084,44 2.451.758,77
I. Vorräte 488.908,00 223.578,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 999.803,11 962.767,73
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 979.373,33 1.265.413,04
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.125,00 6.342,00
Summe Aktiva 2.896.922,44 2.754.164,77

Passiva

31.12.2016
EUR
31.12.2015
EUR
A. Eigenkapital 2.494.355,98 2.488.770,50
I. gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 2.463.770,50 2.391.501,10
III. Jahresüberschuss 5.585,48 72.269,40
B. Rückstellungen 66.252,00 56.266,00
C. Verbindlichkeiten 336.314,46 209.128,27
Summe Passiva 2.896.922,44 2.754.164,77

Anhang für das Geschäftsjahr 2016

Grundlagen der Rechnungslegung

Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den maßgeblichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches und denen des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung sind entsprechend den Bestimmungen des HGB gem. §§ 266, 275 HGB gegliedert. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB erstellt.

Grundsätze zur Bilanzierung und Bewertung

Die Wertansätze in der Bilanz der Natura Vitalis GmbH zum 31.12.2015 wurden unverändert als Bilanzvorträge in neue Rechnung übernommen.

Immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der Nutzungsdauer angesetzt.

Als Abschreibungsmethode kam sowohl die degressive als auch die lineare Absetzung für Abnutzung zur Anwendung.

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs gem. § 6 Abs. 2 EStG voll abgeschrieben. Bei der Darstellung im Anlagenspiegel wird Vollabschreibungen im Anschaffungsjahr ein fiktiver Abgang im gleichen Jahr unterstellt.

Die Vorräte sind nach den folgenden Grundsätzen aktiviert worden:

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren wurden mit den Anschaffungskosten bzw. unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferung und Leistungen sind Einzelrisiken durch Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung, berücksichtigt.

Der Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks sind zum Nennwert angesetzt.

Die Eigenkapitalpositionen sind mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen beinhalten sämtliche, nach vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung erkennbaren Risiken. Die Steuerberechnung ist auf der Grundlage des Gewinnverwendungsvorschlages erfolgt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag passiviert.

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr davon mit Restlaufzeit mehr als 1 Jahr Vorjahr davon mit Restlaufzeit mehr als 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände 999.803,11 0,00 962.767,73 0,00

Rechnungsabgrenzungsposten

Im Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Disagio in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: 0,00) enthalten.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen Jahresabschluss- und Steuererklärungskosten sowie übrige Rückstellungen.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

Bilanzjahr davon Restlaufzeit bis 1 Jahr davon Restlaufzeit mehr als 5 Jahre
Verbindlichkeiten 336.314,46 336.314,46 0,00

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse i. S. d. § 251 HGB haben zum Bilanzstichtag nicht bestanden.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen.

Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres lag die Führung der Geschäfte unverändert bei Herrn Siegfried Deleske.

Die Voraussetzungen des § 264 Abs. 2 Satz 2 HGB liegen hinsichtlich dieses Jahresabschlusses nicht vor.

Soweit dieser Anhang keine Angaben über sonstige, nach den §§ 264 ff, 284 ff HGB angabepflichtige Sachverhalte enthält, haben diese im Geschäftsjahr nicht vorgelegen.

 

Essen, den 30.11.2017

Geschäftsführer

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 30.11.2017.